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Ablauf Psychosomatische Grundversorgung Frau Prof. Dr. med. Claudia Christ

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Thema: Psychosomatische Grundversorgung - Patientenzentriert Kommunikation -

Wissenschaftliche Leiterin der Veranstaltung: Prof. Dr. med. Claudia Christ, MPH

Programm

Modul I –Theoretische Grundlagen (20h)

Modul II – Ärztliche Gesprächsführung (30h)

Vermittlung von Fakten- und Begründungswissen

• Biopsychosoziale Krankheitslehre und Diagnostik

• Ärztliche Gesprächsführung

• Bedeutung und Gestaltung der Patient-Arzt-Beziehung

Vermittlung von Handlungskompetenz

• Ärztliche Gesprächsführung

• Umgang mit Patienten mit spezifischen Interaktionsmustern

• Verbale Interventionen zum Erkennen und Behandeln wesentlicher Krankheitsbilder und Problembereiche

Ablaufplan Intensivkurs Psychosomatische Grundversorgung

Zeit

Thema

Einheiten

Tag 1

   

14:00 – 14:45

Begrüßung Psychosomatische Grundversorgung / Einführung Was ist Psychosomatik? • Vordenker • bio-psychosozial • Gesundheit-Krankheit Salutogenese • Das ärztliche Menschenbild

1 Modul I

14:45 – 15:30

Die Bio-Psycho-soziale Anamnese • Lebenswirklichkeit des Patienten erfassen (Körper, Arbeit, Kontakte, Sinn) • Bedeutung der Biografie und der Lebensumstände • Sinn des Symptomsie Bio-psycho-soziale Anamnese

1 Modul I

15:30 – 15:45

Fallbeispiel Anamnese nach dem Balancemodell in der Hausarztpraxis

0,33 Modul II

16:00 - 16:45

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 1 (Gruppenarbeit) • Schwerpunkt: Bio-Psycho-Soziale Anamnese • Das Balancemodell als Beratungsintervention in der ärztlichen Praxis

1 Modul II

16:45 - 17:30

Die vertiefte psychosomatische Anamnese • Life Events • Life Event Forschung • Innere Konflikte (Akute Konflikte, Unbewusste Konflikte) • Life Stages

1 Modul I

17:30 - 18:00

Entspannungsverfahren • Was sind Entspannungsverfahren

0,67 Modul I

Tag 2

   

09:00 – 09:45

Entspannungsverfahren • Auswirkung auf das vegetative Nervensystem • Progressive Muskelentspannung • autogenes Training • Traumreisen • Hinweise zu Apps • Entspannungsübung Traumreise

1 Modul II

09:45 – 10:30

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 2 (Gruppenarbeit) • Psychosomatische Anamnese, Life events, innere Konflikte

1 Modul II

10:45 – 12:15

Psychische Störungen, Erwachsene I • Angst • Depression • Anpassungsstörung • Fallbeispiele

2 Modul I

13:15 – 14:00

Psychische Störungen, Erwachsene I • Angst • Depression • Anpassungsstörung • Fallbeispiele

1 Modul I

14:00 – 14:15

Suizidalität • Fragen nach Suizidalität und Einschätzung • Bindung durch Arzt-Patienten-Beziehung • Maßnahmen

0,33 Modul II

14:15 – 14:45

Praktische Tools im ärztlichen Alltag, Zusammenfassung • Abrechnung der Leistungen • Zusammenfassung, Reflexion, Fragen

0,67 Modul I

15:00 - 15:45

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 3 (Gruppenarbeit) • Eigene Fälle, psychische Störungen I

1 Modul II

15:45 - 16:30

Psychische Störungen des Kinder- und Jugendalters I Indexpatient, Systeme, Schulängste, Einnässen, Entwicklungsstörungen • Das Kind als Indexpatient • Die Bedeutung von Familiensystemen • Störungen des Sozialverhaltens • Ängste, Depressionen bei Kindern • Schulängste • Einnässen und Einkoten • Entwicklungsstörungen (IQ, Alkohol, Genetik)

1 Modul I

Tag 3

   

09:00 – 10:30

Psychische Störungen des Kinder- und Jugendalters I Indexpatient, Systeme, Schulängste, Einnässen, Entwicklungsstörungen • Das Kind als Indexpatient • Die Bedeutung von Familiensystemen • Störungen des Sozialverhaltens • Ängste, Depressionen bei Kindern • Schulängste • Einnässen und Einkoten • Entwicklungsstörungen (IQ, Alkohol, Genetik)

2 Modul I

10:45 – 11:30

Stress und „Burnout“ – Einführung in das Thema • Die Bedeutung von Stress • Physiologische und psychische Folgen von Stress • Stress und Stressmanagement • Burnout – ein modernes Phänomen • Eigene Fürsorge • Stressmanagement als Beratungsintervention in der ärztlichen Praxis

1 Modul I

11:30 – 12:00

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 4 (Gruppenarbeit) Schwerpunkt: Stress-Modell nach Kaluza • Das Stress-Modell als Beratungsintervention in der ärztlichen Praxis

0,67 Modul II

12:00 – 12:30

Psychosomatischer Blick auf häufige allgemeinmedizinische Krankheitsbilder – Psychokardiologie • Psychokardiologie • KHK, Hypertonus, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, „Broken-Heart-Syndrom“ - Film

0,67 Modul II

13:30 – 14:00

Psychosomatischer Blick auf häufige allgemeinmedizinische Krankheitsbilder – Diabetes • Metabolisches Syndrom • Fehlernährung • Bewegungsmangel • Psychosomatik als Kompensation innerer Konflikte

0,67 Modul II

14:00 - 15:00

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 5 (Gruppenarbeit) Schwerpunkt: Kardiologie und Diabetes, Endokrinologie, Schmerz

1,33 Modul II

15:15 - 16:00

Psychische Störungen Erwachsene II • Frühkindlicher Stress • Trauma und Traumafolgestörungen • Persönlichkeitsstörungen • Psychosen

1 Modul I

16:00 - 16:30

Entspannungsübung „Der sichere Ort“ Erklärung der Wirksamkeit von Entspannungsübungen, Stabilisierung innerer Ängste, Film

0,67 Modul II

Tag 4

   

09:00 – 09:45

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 6 (Gruppenarbeit) • Bedeutung der Biografie, life events • Konstruktive Verarbeitungsmechanismen • Destruktive Verarbeitungsmechanismen • Bedeutung des Symptoms

1 Modul II

09:45 – 10:30

Eigene Fälle, Erfahrungsaustausch

1 Modul II

10:45 – 11:45

Psychotherapieverfahren - Verhaltenstherapeutische und Psychodynamische Aspekte der Psychosomatik • Analyse • Tiefenpsychologie • Verhaltenstherapie • Systemische Therapie • EMDR • Konflikt versus Strukturbezogene Therapie

1,33 Modul II

11:45 – 12:30

Psychotherapie - ganz praktisch – in der Praxis • Sprechstunde • Akuttherapie • KZT • LZT • Konsiliarschein • DIGA • Kollegiale Vernetzung - wann weise ich zu

1 Modul I

13:30 – 14:00

Balancemodell, Life events und Stressampel als therapeutische Tools in der Arzt Praxis • Tool Balancemodell in ca 60% aller Fälle • Tool Life events in ca. 40% aller Fälle • Tool Stressampel in ca. 40% aller Fälle

0,67 Modul II

14:00 – 14:30

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 7 (Gruppenarbeit) Schwerpunkt – wie kann ich überweisen, was schreibe ich darauf

0,67 Modul II

14:30 – 14:45

Offene Fragen zum Thema, Erfahrungen

0,33 Modul II

14:45 - 15:30

Einführung in das Thema Psychische Störungen des Kinder- und Jugendalters II

1 Modul I

15:45 - 16:30

Psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters II • ADS, ADHS • Autismus-Spektrumstörung • Suchterkrankungen (Internet, Alkohol, Drogen, Kaufsucht) • Fragebögen • Essstörungen • Fallbeispiele

1 Modul I

Tag 5

   

09:00 – 09:45

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 8 (Gruppenarbeit) Schwerpunkt: Kinder und Jugenderkrankungen • Beratungsintervention in der ärztlichen Praxis • Nutzung von Fragebögen • Einbezug der Eltern

1 Modul II

09:45 – 10:00

Einführung verbale Intervention • Der Impact des Zuhörens und des Wortes auf den Heilprozess • Respekt und Kooperation im Miteinander • Bindung als Wirksamkeits-Instrument der Heilung

0,33 Modul I

10:00 – 10:30

Die Bedeutung der Arzt-Patienten-Beziehung • Was ist Bindung? • Bindungsforschung • Sichere, unsichere, ambivalente, desorganisierte Bindung • Unsichere Bindung, Vernachlässigung als Risikofaktor

0,67 Modul I

10:45 – 11:15

Praktische Übungen und Rollenspiele im Plenum • Arzt zugewandt, Arzt uninteressiert, Arzt mal aufmerksam dann abgelenkt

0,67 Modul II

11:15 – 11:45

Die ärztliche/ therapeutische Beziehung - Wenn Bindung heilen kann • Schärfung der eigenen Wahrnehmung • Nonverbale Kommunikation • Körpersprache • Szenisches Verstehen (der Patient gestaltet die Bühne) • Rückschlüsse auf die therapeutische Beziehung • Setting

0,67 Modul II

11:45 – 12:15

Kommunikationsübung: Man kann nicht kommunizieren Zu zweit in der Großgruppe • Übung mit Bildkarten • Warum habe ich diese ausgewählt • Offene Fragen stellen • Aktives Zuhören üben • Nachfragen

0,67 Modul II

13:15 – 14:45

Kommunikationsmodelle Praktische Übungen in der Großgruppe vorführen • Eisbergmodell • Offene/ geschlossene Fragen • Schulz von Thun • Gewaltfreie Kommunikation • Aktives Zuhören

2 Modul II

15:00 – 15:45

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 9 (Gruppenarbeit) • Auftrag des Patienten herausarbeiten • Was will der Patient vom Arzt wirklich? • Verbundenheit (Beziehungsaufbau, Menschenbild, Hoffnung - Beziehungsaspekt) • Unterscheidung (Anliegen, Auftrag, Expertenmeinung, verschiedene Ziele/ Perspektiven, Lösungsansätze – Informationsaspekt und Kooperationsaspekt) • Ablösung (Verabschiedung - Verantwortungsübernahme) • Wie führe ich professionell ein Gespräch

1 Modul II

15:45 - 16:30

Psychosomatische Krankheitsbilder somatoforme Störungen • Funktionelle Syndrome • Somatoforme Störungen (dazu Filme)

1 Modul I

Tag 6

   

09:00 – 09:30

Psychosomatische Krankheitsbilder somatoforme Störungen • Funktionelle Syndrome • Somatoforme Störungen (dazu Filme)

0,67 Modul II

09:30 – 10:15

Chronische Schmerzen • Das moderne Schmerzverständnis • Balancemodell und Life events • Multimodale Behandlungsansätze

1 Modul II

10:30 – 11:15

Umgang mit besonderen Lebenssituationen • Körperliche Diagnose • Krebsdiagnose • Alter / Demenz • Trauer / Abschied /Trennung • Beschränkte Zielsetzung der Therapie • Trauma

1 Modul II

11:15 – 11:30

Erfahrungsaustausch

0,33 Modul II

11:30 – 12:15

Professionell kommunizieren • Motivierende Gesprächsführung • Filme • Motivation des Patienten steigern • SMART – konkrete kleinschrittige machbare Ziele vereinbaren

1 Modul II

13:15 – 14:00

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 10 (Gruppenarbeit) • Durchführung einer motivierenden Gesprächsführung • SMART Ziele mit Pat. vereinbaren

1 Modul II

14:00 - 14:15

Kommunikation in der eigenen Arztpraxis, was möchte ich verbessern? • Bei der Anmeldung • Im Kontakt mit den Patienten • Nein-Sagen • Kommunikationsmodelle

0,33 Modul II

14:15 - 14:45

Der schwierige Patient und sein schwieriger Arzt – Umdeutungen • Definition • Eigenschaften von „Schwierig“ • Das Gute im Schlechten • Umdeutung und anderer Zugang zum Patienten

0,67 Modul II

15:00 - 15:45

Spezielle Psychosomatik • Psychoonkologie • Psychogynäkologie • Psychoorthopädie, • Begleitung chronisch kranker Patienten • Grenzen der Medizin integrieren • Interaktive Vorstellung

1 Modul I

15:45 - 16:30

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 11 (Gruppenarbeit) • Fallbeispiele aus der speziellen Psychosomatik

1 Modul II

Tag 7

   

09:00 – 09:15

Patientenorientiertes Lernen und Selbstreflexion Nr. 12 (Gruppenarbeit) • Umsetzung der gelernten Kommunikationsmodelle für das eigene ärztliche Handeln • Was nehme ich konkret für mein Arbeiten mit • Was setzte ich morgen anderes um

0,33 Modul II

09:15 – 09:45

Bewegungsübung • Hand Führen, • Klarheit in der Rolle • Faust öffnen

0,67 Modul II

09:45 - 10:30

Pharmakotherapie im Überblick • Neuroleptika • Antidepressiva • Stimulantien • Tranquilizer

1 Modul I

10:45 - 11:30

Ethische Aspekte des Ärztlichen Handelns • Ethische Grundsätze • Ethische Positionen des 21. JH für die hausärztliche Praxis • Tod und Sterben in der Medizin • Kollegialer Austausch, Patientenvorstellung zum Thema Ethik

1 Modul II

11:30 - 12:00

Psychosomatik quo vadis • Forschung • ICD-11 mit ätiologischen Aspekten • Transkulturelles Verstehen

0,67 Modul I

12:00 - 12:30

Professionelle Selbstfürsorge für Ärzte • Eigene Grenzen setzen • Gesunde Lebensführung • Hilfe aufsuchen als Helfer • Balintgruppen

0,67 Modul II

12:30 - 13:00

Indikationen und Grenzen der psychosomatischen Grundversorgung • Zusammenfassung und Fragen an die Referenten • Feedback • Was nehme ich für die Arbeit in der Praxis mit? • Was nehme ich für mich selbst mit? • Evaluation des Kurses

0,67 Modul II

13:00 - 13:15

Verabschiedung

 

Entsprechend dem (Muster-) Kursbuch der BÄK (Stand 08/2024) werden spezifische Aspekte der Ärztlichen Gesprächsführung, der verbalen Interventionen, des Umgangs mit Patienten mit spezifischen Interaktionsmustern am Beispiel verschiedener Störungen vermittelt. Die Themen können je nach Zusammensetzung der Gruppe vom Umfang der Darstellung variieren. Der Kurs ist interaktiv aufgebaut; Theorie und Interventionstechniken gehen teilweise ineinander über.

Offenlegung

  • Die Anmeldung erfolgt neutral über https://www.medico-seminare.de

  • Der wissenschaftliche Leiter und Dozent dokumentiert die Teilnahme.

  • Die Teilnahmedokumentation erfolgt elektronisch über EIV der Bundesärztekammer.

  • Die Inhalte dieser Veranstaltung werden produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet.

  • Wir bestätigen, dass der Veranstalter, die wissenschaftliche Leitung und der Referent potentielle Interessenskonflikte gegenüber den Teilnehmern offenlegen.

  • Es besteht kein Sponsoring der Veranstaltung.

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